V.l.:FW-Bürgermeisterkandidat Jochen Reis, Staatsminister Dr. Fabian Mehring, Bürgermeister Andreas Reiter und Organisator Jörg Brünig. Foto: FW.

03.03.2026
Wahlkampfabschluss: Minister Mehring begeistert in Oberottmarshausen

FW-Parteivize wirbt in seiner Heimat für die „Mutter aller Wahlen“

Über eine volle Oberottmarshausener Sporthalle durften sich die Freien Wähler beim Besuch von Bayerns Digitalminister Dr. Fabian Mehring freuen. Der Ortsverband um Kreisvorstandsmitglied Jörg Brünig und Bürgermeisterkandidat Jochen Reis hatte zum Politischen Frühschoppen bei Weißwurst, Brezen und Blasmusik geladen, um Rückenwind im Wahlkampfendspurt aufzunehmen. Gekommen waren unter den schwungvollen Tönen der örtlichen Musikkapelle nicht nur allerhand FW-Größen - von Altbürgermeister Siegfried Theimer über Kreischefin Claudia Schuster bis zum Landtagsabgeordneten Anton Rittel. Auch bekannte Köpfe anderer Parteien wie SPD-Landratskandidat Fabian Wamser, Altbürgermeister Gerd Mößner, Amtsinhaber Andreas Reiter und diverse Kreisräte ließen es sich nicht nehmen, Minister Mehring in seinem Heimatlandkreis zu empfangen.

Mehring selbst verewigte sich auf Einladung von Bürgermeister Reiter sichtlich gut gelaunt im Goldenen Buch der Kommune: „Oberottmarshausen ist eine echte Perle im Herzen unserer Heimat“, steht darin nun über der Unterschrift von Staatsminister Mehring geschrieben. Der setze anschließend zu einem dreiviertelstündigen politischen Feuerwerk an, das immer wieder vom Applaus der Zuhörer unterbrochen und anschließend mit langen Ovationen belohnt wurde.

Dabei schwor Minister Mehring spürbar nicht einzig die FW und ihre Anhänger, sondern sämtliche Vertreter der politischen Mitte nachdrücklich auf die Kommunalwahlen am Wochenende an, die für ihn die „Mutter aller Wahlen“ seien. Mehring: „Die kommunale Ebene ist nicht die unterste, sondern die erste Ebene der Politik. In unseren Rathäusern und Landratsämter trifft Politik unmittelbar auf die Lebenswirklichkeit der Menschen. Dort wird das Image des Staates in den Köpfen der Leute gemacht“, so der FW-Spitzenpolitiker, der trotz Ministeramt weiterhin im Augsburger Kreistag mitarbeitet. Umso eindringlicher mahnte Mehring sich nicht in politischen Scheindebatten zu verzetteln, sondern die tatsächlichen Probleme der Menschen ernst zu nehmen: „Die Leute haben Angst vor Krieg und wirtschaftlichem Abstieg. Wenn sich die vermeintlich große Politik stattdessen mit Veganern, Gendersternen, Lifestyle-Teilzeit oder Stadtbild-Debatten beschäftigt, ist das ein „Konjunkturprogramm für linke Ideologen und rechte Spinner“, so Mehring.

Weiter warb Mehring dafür, „nicht ständig die Lauten mit den Vielen zu verwechseln“ und klaren Kurs in der politischen Mitte zu halten. „Es nützt nichts Bäume zu umarmen, wenn die Grünen Zuspruch haben und gegen Ausländer zu hetzen, wenn die AfD erfolgreich ist. Verantwortungsvolle Politik darf sich nicht am Zeitgeist ausrichten. Sie muss sich danach richten, was richtig ist“, so der Minister. Schließlich warb Mehring für einen Mentalitätswandel im Land. „Spätestens seit Corona und dem Ukrainekrieg schaffen wir es nicht mehr aus der Dauer-Depression. Wir müssen uns wieder klar machen: Wir sind ein geiles Land und haben alle Trümpfe in der Hand, um im Herzen unserer Heimat eine gute Zukunft zu gestalten. Lasst uns aus Wutbürgern wieder Mutbürger machen und statt ,mimimi‘ wieder auf ,mia san mia setzen‘“, so Mehring unter dem zustimmenden Applaus seiner Zuhörer.

Nach der Rede des Ministers präsentierten sich die Gemeinderats- und Kreistagskandidaten der FW, bevor Bürgermeisterkandidat Jochen Reis seine Ziele für die Gemeindepolitik skizzierte. Bei Blasmusik, Weißwurst und Brezen gab es an den voll besetzten Tischen anschließend jede Menge zu bereden.