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„Verkehrsminister lassen Landkreis im Stich“

14.01.2020

Wörle: Drittes Gleis nach Donauwörth muss kommen

 

Eine „never ending story“, so befürchten es lokale Politiker der FREIEN WÄHLER, wird das Thema drittes Gleis für den nördlichen und westlichen Landkreis Augsburg. Auf eine Anfrage von Gersthofens Bürgermeister Michael Wörle antwortete das Bundesverkehrsministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, dass mit einem baldigen Planungsbeginn des dritten Gleises von Augsburg nach Donauwörth nicht zu rechnen sei. Derzeit könne laut Antwortschreiben noch keine Angabe darüber gemacht werden, wann überhaupt ein Planungsauftrag an die DB Netz AG erteilt werden kann.

 

 

„Das ist deprimierend! Während Kommunen wie die Stadt Gersthofen ihre Hausaufgaben machen und Mobilitätskonzepte zur Entlastung von Straßen erstellen, sind andere politische Ebenen inaktiv“, so Landratskandidatin Melanie Schappin. Dabei sei das eines der essenziellen Themen, mit denen wir uns insbesondere im Ballungsgebiet um Augsburg befassen müssen. „Wir erleben es jeden Tag auf der B 2, B 17 und B300 wie morgens der Verkehr zusammenbricht. Es war nie wichtiger, die Straßen zu entlasten und den Schienenverkehr attraktiver zu machen.“, so Schappin. Denn durch zunehmenden Güterverkehr auf der Strecken nach Augsburg müsse man schauen, dass der Personenverkehr nicht eher noch eingeschränkt wird.

 

„Jetzt haben wir schon seit über 10 Jahren bayerische Minister in dieser Zuständigkeit in Berlin und trotzdem geht nichts voran. Es muss das Ziel aller politisch Aktiven im Landkreis sein, dass das dritte Gleis nicht nur in Sonntagsreden vorkommt“, so Kreisvorsitzender Tobias Kunz aus Nordendorf. „Wir brauchen die dritten Gleise nach Norden und Westen immer dringender, um den schon lange zugesagten Regio-Schienen-Takt umsetzen zu können. Nur so kann es gelingen, einen zuverlässigen und funktionierenden ÖPNV zu schaffen.“, ergänzt Kreisvorsitzende und Kreisrätin Claudia Schuster.

 

Michael Wörle macht sich indes an die Arbeit ohne Rückenwind von Bund und Bahn. „Wir werden in Gersthofen trotz allem ein modernes Mobilitätskonzept auf die Beine stellen. Unser 360-EUR-Ticket war nur ein erster erfolgreicher Baustein“, betont Bürgermeister Michael Wörle.

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