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FREIE WÄHLER im Landkreis Augsburg widmen sich den Zukunftsfragen

06.02.2019

Ärztlicher Direktor Prof. Beyer referiert über Grundversorgung und Spitzenmedizin in der Region

 

Mit besonderem Bezug zu den Themen der Umwandlung in das Universitätsklinikum, dem Verkehrskollaps an der B2/B17 und des ungezügelten Flächenverbrauchs in der Region haben sich die FREIEN WÄHLER auf einer Klausurtagung in der Stadt Wemding vor kurzem den großen Zukunftsfragen der gesellschaftlichen Entwicklung in der Region Augsburg angenommen und hier wichtige inhaltliche Weichenstellungen getroffen.

 

Der Kreisvorsitzende sowie Stadt-, Kreis- und Bezirksrat Dr. Markus Brem leitete die Versammlung und freute sich über die zahlreiche Teilnahme aus den Reihen der FREIEN WÄHLER. Brem: „Es ist toll, mit wie viel Interesse die 37 Teilnehmer diese Klausurtagung mit politischen Inhalten gefüllt haben. Für die großen gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Zeit haben wir für den Raum Augsburg und insbesondere für den Landkreis inhaltliche Richtungen erarbeitet“.  

 

Das Hauptreferat gab Prof. Dr. Beyer, ärztlicher Vorstand am Universitätsklinikum Augsburg, zum Thema der Krankenversorgung von der Grundversorgung bis zur Spitzenmedizin. Mit Bezug auf die Umwandlung zum Universitätsstandort zeigte er die Wechselwirkung zwischen Grundversorgung in der Fläche und der universitären Spitzenmedizin auf. Die anwesenden Stadträte der Stadt Wemding konnten hier die Vorteile für ihre Region erkennen.

 

Weitere Themen wurden in einer Zieldiskussion für den Raum Augsburg ebenfalls aufgegriffen. So ist beispielsweise für die Parteifreien nicht nur die Schaffung von neuem Wohnraum eine wichtige Aufgabe, sondern auch die Wiedernutzung vorhandener Räumlichkeiten und bereits versiegelter Strukturen im besonderen Blick. „Die dritte Dimension, also in die Höhe“ ist einer der Lösungsbausteine, so Brem, wenn es um das Bauen von Wohnraum und anderen Liegenschaften geht, ohne dass landwirtschaftliche Flächen versiegelt werden müssen. Brem: „Die brauchen wir nämlich für unsere Nahrungsmittel und die Ökosysteme“. Außerdem seien endlich die Grenzen des Wachstums zu erkennen, vor allem im Ballungsraum Augsburg, und daher gegenzusteuern, so das Fazit der Klausurtagung.

 

Dazu zähle, dass die Politik auch Anreize schaffen muss, dass Menschen, vor allem junge Menschen und junge Familien im ländlichen Raum bleiben, ohne dass sie dabei zum Pendeln mit dem eigenen Fahrzeug gezwungen werden. Das bedeutet wiederum, dass die Infrastruktur im ländlichen Raum, den Dörfern genauso wie den mittelgroßen Orten und den Mittelzentren gleichwertig mit jener in der Großstadt Augsburg sein muss. „Also fordern wir mit Blick auf die Arbeitswelt der Zukunft zwingend das schnelle Internet in jedes Anwesen, und zwar auch in unseren Dörfern. Das muss in der bayerischen Verfassung verankert werden“, so Brem. Und die Vereinfachung des Ticketsystems beim ÖPNV genauso wie individuelle Mobilitätskonzepte der Zukunft, kombiniert mit Digitalisierung, nachhaltiger Energie und der Verbesserung der medizinischen Infrastruktur in den Dörfern, sind nach Sicht der Klausurtagungsteilnehmer weitere Komponenten einer nachhaltigen Entwicklung. Eine Forderung der FREIEN WÄHLER im Landkreis ist unter anderem die Bahnlinie von Mehring über Königsbrunn und Bobingen nach Augsburg, die übergangsweise mit einer Buslinie und mittelfristig mit einer Schieneninfrastruktur für eine erhebliche Entlastung des östlichen und südlichen Raumes von Augsburg von Individualverkehr sorgen würde.

 

Es war aus dieser Perspektive für die Tagungsteilnehmer befremdlich, als die örtlichen Vertreter der Parteifreien in Wemding über die Schließung des Hallenbads in der Stadt Wemding berichteten. Brem: „Wenn es selbst in einer Stadt kein Hallenbad mehr gibt, in dem Generationen von Schülern normalerweise das Schwimmen lernen, wie wollen wir dann junge Familien ein attraktives Lebensumfeld außerhalb des Ballungsraums Augsburg bieten und von der Migration dorthin abhalten?“

 

Die FREIEN WÄHLER werden auf Basis der Klausurtagung mehrere Anträge in die laufende Gremienarbeit einbringen. Ein Beispiel ist die Erweiterung des energieberatenden Konzepts der Stabsstelle Mobilität am Landratsamt Augsburg.

 

 

 

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