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Flächenversiegelung zeugt von fehlendem Verantwortungsbewusstsein für die Schöpfung

26.11.2018

Zum Artikel im AZ-Landbote v. 26.11.2018: „Sailer: Gemeindegrund muss teurer werden“

 

In einer Pressemitteilung reagieren die FREIEN WÄHLER auf die jüngste Berichterstattung im Landboten zum Thema Flächenversiegelung. Wenn nicht endlich für die junge Generation und die kommenden Entscheidungsträger verantwortlich mit endlichen Ressourcen umgegangen würde, dann sei es möglicherweise bald zu spät, so die Meinung der FREIEN WÄHLER im Landkreis Augsburg. Für die Kreis-FW stellt die Flächenversiegelung bedauerlicherweise einen der wichtigsten Themenkomplexe eines ungezügelten, unreflektierten und wenig nachhaltigen Ressourcenverbrauches einer spätindustriellen Gesellschaft und einer völlig verkürzten Kosten-Nutzen-Abwägung dar. Der bundesdeutsche Verfassungsgeber ist hier schon viel weiter, wenn man in Art. 20a Grundgesetz schaue, so die FREIEN WÄHLER. Und als weitere Beispiele für ungehemmten Ressourcenverbrauch nennen die FREIEN WÄHLER die ungenierte Nutzung endlicher, C02-emittierender Energieträger wie Kohle und Erdöl oder die Entkopplung globaler und örtlicher Stoffkreisläufe genannt. Aber auch andere komplexe Zusammenhänge wie Antibiotikaresistenzen zeugen von dieser Verantwortungslosigkeit, so die Sicht der FREIEN WÄHLER.

 

 

Beim Thema Flächenversiegelung freuen sich die FREIEN WÄHLER im Landkreis Augsburg nun sehr, dass scheinbar im Kopf des Landrats Sailer und in der Spitze des Landratsamts ein Umdenken einsetzt. Kreisvorsitzender Dr. Markus Brem: „Wir haben nicht überall sofort die Lösung. Aber hätte der Landrat des Landkreises Augsburg, mithin eine wichtige Teilregion der süddeutschen Entwicklungsachse zwischen Stuttgart und München, diese Sichtweise auch schon vor 5 Jahren gehabt, hätte er mir im Rahmen der sogenannten BMW-Ansiedelungsthematik auf dem Lechfeld nicht vorwerfen müssen, dass ich ein Neidhammel sei. Das wollte er damals aber, weil er meine wirtschaftliche Analyse zur Abwägung zwischen Ressourcenverbrauch einerseits und Nutzen für die Gesellschaft andererseits, skizziert am Beispiel des steuerlichen Ertrags für die Gemeinde und die Region, mit Füßen treten und im Keim ersticken wollte. Leider hat er dies auch in vielen anderen Grundsatzfragen unserer gesellschaftlichen Entwicklung wiederholt getan. Mein Gedanke passte schlicht nicht in sein Marketingkonzept eines ansiedlungsfreundlichen Wirtschaftsstandorts. Diese Abwägungsmodelle werde ich jetzt wieder hervorholen und mit harten Fakten und Zahlen verstärkt untermauern, weil nun scheinbar in der Landkreisspitze neue Denkansätze gewünscht sind und in München ja auch neue Köpfe – vor allem aus den Reihen der FREIEN WÄHLER – am Regierungstisch und in beiden einschlägigen Ministerien Wirtschaft und Umwelt sitzen. Einigen Protagonisten der alten Wachstumsidee wird es dann vermutlich schlecht werden, wenn ich mit meinen Fakten komme.“ Brem freut sich sichtlich, dass offensichtlich die Bezirkskollegen der Partei Bündnis90/Die Grünen als Juniorpartner der CSU im Bezirkstag den neu gewählten Bezirkstagspräsident Sailer in dieser Sache so schnell zum Umdenken bewegen konnten.

 

Denn für die FREIEN WÄHLER im Landkreis Augsburg ist klar, dass der wesentliche Aspekt zur Steuerung von Ansiedelung und damit auch Flächenversiegelung in wirtschaftlichen Abwägungen liegt, die zusammen mit ökologischen Aspekten zur konkreten Entscheidung führen, ob eine Ansiedelung auf bestehenden Siedlungsstrukturen stattfinden soll oder auf der „grünen Wiese“. Brem: „Da hilft zwar das vom Landrat geforderte neue Bewusstsein, aber vor allem hilft analytische Tiefe und faktenbasierter, verantwortungsbewusster Weitblick und eine offene politische Diskussion hierzu. Und dazu zählt der Blick in unsere Gemeinden: im Landkreis, in Bayern und in der Republik stehen riesige Siedlungsstrukturen leer, während wir täglich weiter unverschämt 12-15 Hektar neu versiegeln, mit allen Konsequenzen für wirtschaftliche Ineffizienzen und Ressourcenvernichtung. Hören wir bitte damit sofort auf, wenn wir es ernst meinen, am besten gleich in der Genehmigungsbehörde, der der Landrat vorsteht!“

 

Auch der FW-Landtagsabgeordneter und Kreistagsfraktionschef Dr. Fabian Mehring freut sich sichtlich über den Sinneswandel des Landkreisoberhauptes: „Eine Boomregion wie unsere Heimat muss rechtzeitig die Grenzen ihres Wachstums erkennen, wenn dort auch zukünftige Generationen gut leben können sollen. Unser stetes Werben hierfür scheint nun endlich auch beim Landrat zu verfangen - besser spät als nie".

 

Die FREIEN WÄHLER haben bereits in der Oktobersitzung ihrer Kreisvorstandschaft das Thema Flächenverbrauch als Schwerpunktthema ihrer politischen Agenda für das Vorjahr zur Kommunalwahl 2020 definiert. Vor allem im Kontext der Uniklinik mit den zahlreichen Standort- und Verkehrsthemen sowie der weiterhin ungezügelten Nachfrage an Bauland wie beispielsweise in Gersthofen und Neusäß.

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