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Wertachklinik Schwabmünchen: Dr. Mehring freut sich über „Standortgarantie“

13.09.2018

Die harsche Kritik des Landrats nimmt der FW-Politiker gelassen

 

 

Die Kritik von FW-Kreistagsfraktionschef Dr. Fabian Mehring an der Schließung von Geburtshilfe, Psychatrischer Ambulanz und Durchgangsarzt-Praxis an der Schwabmünchner Wertachklinik bleibt nicht ohne Folgen. Schon wenige Tage nach Mehrings Brandbrief an Landrat Sailer kam dieser mit den Bürgermeistern von Schwabmünchen und Bobingen, der Klinikleitung und der Spitze des Verwaltungsrates zusammen, um ein klares Bekenntnis zur Zukunft des Schwabmünchner Krankenhauses abzugeben. „Dieser Schritt war überfällig, weil innerhalb von Belegschaft und Bevölkerung seit Wochen Verunsicherung geherrscht hat. Nun gibt es endlich eine öffentliche Standortgarantie, auf die man sich bei der Suche nach neuen Ärzten und Hebammen sowie in zukünftigen politischen Debatten berufen kann. Mit unserem Vorstoß haben wir deshalb viel erreicht“, freut sich Dr. Mehring über das Ergebnis seiner Initiative.

 

Die harsche Kritik des Landrats, der Mehring vorwarf die Probleme an der Wertachklinik vornehmlich aus wahltaktischen Gründen aufgegriffen zu haben, nimmt der FW-Politiker indes gelassen. „Auch unser Landrat ist im Wahlkampf. Er will Bezirkstagspräsident werden und ich verstehe, dass er schwierige Herausforderungen in dieser Phase gerne zurückstellen würde. Die von mir thematisierte Schließung von drei Abteilungen ist aber nun einmal Fakt und diesen Problemen entgegenzuwirken duldet keinen Aufschub. Patienten und Mitarbeiter haben sich Sorgen gemacht und hatten ein Recht darauf zu wissen wie es weitergeht“, erklärt Dr. Mehring.

 

Dass Sailer auf derlei Vorstöße bisweilen dünnhäutig reagiert, weiß Mehring aus einer anderen Debatte. Als er sich auf dem Höhepunkt der Grippewelle für Verbesserungen in der heillos überlasteten Notaufnahme des Zentralklinikums stark machte und einen Gesundheitsgipfel forderte, warf der Landrat dem FW-Politiker in öffentlicher Kreistagssitzung „dummes Geschwätz“ vor (die AZ hatte berichtet). Zwischenzeitlich hat Sailer selbst zum geforderten runden Tisch geladen. „Manchmal braucht man eben ein dickes Fell, damit am Ende etwas Gutes herauskommt“, bilanziert Mehring deshalb auch im Hinblick auf das von ihm herausgeforderte Bekenntnis zum Schwabmünchner Standort der Wertachklinik.

 

Daran, dass damit die Hausaufgaben der Kreispolitik noch nicht gemacht sind, lässt Mehring jedoch keinen Zweifel. „Unser erklärtes Ziel bleibt die schnellstmögliche Wiederanmeldung der Geburtenstation, sodass in Schwabmünchen endlich wieder Kinder zur Welt kommen können. Bis das erreicht ist werden wir keine Ruhe geben, auch wenn das dem Landrat nicht gefällt“, zeigt sich Dr. Mehring kämpferisch. Als nächstes will er dem Landrat deshalb über 7000 Unterschriften pro Geburtenstation überreichen, die ihm von der Bürgerinitiative ,Ja zur Geburtshilfe Schwabmünchen‘ übergeben wurden.

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