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Wertachklinik: Mehr als 7000 Unterschriften für die Wiedereröffnung der Geburtshilfe

07.08.2018

Freie Wähler freuen sich über „gewaltigen Rückenwind“ aus der Bevölkerung

 

 

Seit Monaten machen sich die Freien Wähler im Augsburger Kreistag für Verbesserungen bei der medizinischen Grundversorgung in der Region stark. Zuletzt konnte Fraktionschef Dr. Fabian Mehring einen überregionalen Gesundheitsgipfel durchsetzen. Neben der bisweilen heillos überlasteten Notfallversorgung in der Metropolregion Augsburg, soll dabei auf Mehrings Antrag hin auch über Wege zur schnellstmöglichen und dauerhaften Wiedereröffnung der Geburtenstationen in Schwabmünchen, Dillingen und Aichach diskutiert werden.

 

Für dieses Anliegen haben die Freien Wähler nun erheblichen Rückenwind aus der Bevölkerung im südlichen Landkreis Augsburg erhalten. So überreichten die Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Ja zur Geburtenstation Schwabmünchen“ mehr als 7000 Unterschriften für die Wiedereröffnung der Schwabmünchner Geburtshilfe an FW-Kreispolitiker Dr. Mehring und den FW Landtagsabgeordneten Johann Häusler. „Weitere 1000 sind noch im Umlauf“, erklärte Walter Baumgartner bei der Übergabe am Montagabend vor den Toren der Wertachklinik. Wie Waltraud Moritz, Josef Gegenfurtner und Heribert Scherb von der eigens gegründeten BI erklären, wolle man zudem gemeinsam mit den betroffenen Hebammen Konzepte dafür erarbeiten, dass schon bald wieder Kinder in Schwabmünchen zur Welt kommen können.

 

Bei den Freien Wählern rannten die engagierten Bürger damit freilich die sprichwörtlichen offenen Türen ein: „Ein derart deutliches Signal aus der Mitte der Bevölkerung ist Gold wert, weil wir mit unseren bisherigen Vorstößen immer wieder an den politischen Mehrheiten gescheitert sind“, verwies Landesparlamentarier Häusler auf vielzählige Initiativen der FW zur Förderung der Krankenhäuser im ländlichen Raum oder zugunsten eines landesweiten Risikofonds, der in den Augen der Freien Wähler die überteuerten Hebammenversicherungen überflüssig machen soll, die vor der dringend benötigten Berufswahl abschrecken. Während diese Anträge immer wieder abgelehnt wurden, musste Dr. Mehring sich von Landrat Sailer sogar in öffentlicher Kreistagssitzung „dummes Geschwätz“ (AZ und StadtZeitung hatten berichtet) vorhalten lassen, bevor dieser nun doch einlenkte und Mehrings Forderung nach einem Gesundheitsgipfel nachkam. „Dank Ihrer Unterschriftensammlung wissen wir jetzt, dass die Menschen in unserer Heimat so denken wie wir. Das wird auch bei anderen Mandatsträgern Eindruck machen, mit denen wir anschließend gemeinsam etwas bewegen wollen“, bedankte Dr. Mehring sich deshalb umso herzlicher bei den Verantwortlichen der Bürgerinitiative.

 

 

Häusler erinnerte bei dieser Gelegenheit auch an die Historie der Wertachklinik, deren erstem Verwaltungsrat er angehörte. „Dieses Konstrukt gegen Widerstände zu etablieren war nicht einfach aber der richtige Weg. Deshalb lohnt es sich jetzt auch, mit Leidenschaft für den Fortbestand der Geburtshilfe zu kämpfen“, so der Landtagsabgeordnete. „Ob später einmal im Pass unserer Kinder steht, dass sie in Augsburg oder in Schwabmünchen geboren sind, hat auch einen emotionalen Wert für die Region“, so Häusler. So sieht das auch Dr. Mehring und ergänzt: „Die Frage, ob junge Familien im ländlichen Raum bleiben oder weiter eine Landflucht in die Städte stattfindet, wo jeden Morgen der Verkehr zusammenbricht und Wohnungen unbezahlbar geworden sind, hängt auch von der Infrastruktur in der Fläche ab. Dabei spielt die medizinische Versorgung eine große Rolle, sodass wir den kommunalen Versorgungsauftrag endlich wieder ernst nehmen müssen“.

 

„Null Verständnis“ hat Dr. Mehring indes für die Förderbedingungen der Bayerischen Staatsregierung, die das Schwabmünchner Haus deshalb nicht finanziell unterstützen will, weil weniger als 50% der Geburten im Augsburger Land dort stattfinden. „Dieses Kriterium ist völliger Quatsch, weil die zahllosen Geburten aus den Nachbarlandkreisen keinerlei Berücksichtigung finden und der geforderte Anteil in der Nachbarschaft einer zukünftigen Uniklinik und des Josefinums nie erreicht werden kann. Solche realitätsfernen Zahlenspiele helfen den Menschen in der Fläche nicht und ich erwarte, dass die Stimmkreisabgeordnete ihrer Kabinettskollegin Huml das vermitteln kann“, zeigt Dr. Mehring sich enttäuscht. Prioritär gegenüber Finanzierungsfragen ist in den Augen Mehrings aber ein Konzept gegen den Fachkräftemangel. „Viel dringender als Geld brauchen wir Hebammen. Weil es davon zu wenig gibt, müssen wir sie mit attraktiven Arbeitsbedingungen an die Wertach locken, statt sie mit 24-Stunden-Schichten und ständigen Wochenendbereitschaften abzuschrecken“, sagt Dr. Mehring.

 

Mit der breiten Unterstützung der Bevölkerung im Rücken, wollen die Freien Wähler nun für ein solches Gesamtkonzept werben. Dazu will Dr. Mehring die gut 7000 Unterschriften an Landrat Sailer als Träger der Wertachklinik übergeben. Landtagsabgeordneter Häusler wird mit dem dicken Ordner bei Gesundheitsministerin Huml aufschlagen. „Unser Ziel muss es sein, eine breite Allianz zu schmieden um die Geburtshilfe zu retten“, so Häusler und Dr. Mehring.  

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