UNSERE NEWS

Bei uns FREIEN WÄHLERN ist das ganze Jahr etwas los - nicht nur in Wahlkampfzeiten.

Flächenverbrauch rigoros reduzieren: Nur so können wir nachhaltig wachsen

01.08.2018

FREIE WÄHLER positionieren sich eindeutig gegen die Sichtweise von Landrat Martin Sailer

 

Für die FREIEN WÄHLER ist es ein Alarmsignal, wenn der Landrat des drittgrößten Landkreises in Bayern, Martin Sailer, in seinem Interview im A3-Wirtschaftsmagazin, Ausgabe 02/2018, nicht ansatzweise zu erkennen gibt, dass der bisherige Flächenfraß im Landkreis Augsburg dringend zu unterbinden und die dahinterstehende Wirtschaftspolitik neu zu definieren sind. Der Landkreis Augsburg ist bekanntermaßen einer der größten Flächenverbraucher im Freistaat.

 

 

Hierzu Kreisrat und FW Bezirksvorsitzender Dr. Markus Brem, der als Unternehmer und Landwirt diese Thematik nur zu gut kennt: „Wir sollten alle dazulernen und endlich aufhören, dem Flächenverbrauch das Wort zu reden, um eine offensive Wirtschaftsansiedelung betreiben zu können. ‚Interkommunale Flächenentwicklung‘, wie der Landrat es nennt, bedeutet doch gerade Flächenverbrauch im freien Feld, dort wo die Gebietskörperschaften aneinander grenzen. Und es ist klar erkennbar, dass damit die Aufhebung des sogenannten Anbindegebots des Landesentwicklungsplanes durch die CSU-Landtagsmehrheit gemeint ist, damit so an jeder Anschlussstelle von vierspurigen Schnellstraßen Gewerbegebiete entstehen können. Gleichzeitig verwaisen bestehende Siedlungsstrukturen an anderer Stelle, die aber trotzdem finanziell mit Beiträgen, Gebühren und Gemeindesteuern mit der erforderlichen Infastruktur wie Wasserver- und -entsorgung, Strom und Straßen von der örtlich zuständigen Gemeinde aufrechterhalten werden müssen. Das ist definitiv der falsche Weg.“

 

Mittlerweile ist die wahnsinnige Entwicklung der letzten zehn Jahre eindeutig und für jedermann erkennbar: Zunahme der Logistikfunktion mit hektargroßen Gewerbehallen, durch LKW dauerhaft zugeparkte Autobahnraststätten und Straßenzüge in autobahnnahen Ortschaften, völlig überlastete Straßen auch durch den zunehmenden Pendler- und Individualverkehr, Schließung der Einzelhandelsstrukturen in den Innenstädten und Explosion von Versand-Einzelhandelsstrukturen wie Amazon in der freien Fläche.

 

Für den Fraktionsvorsitzenden im Augsburger Kreistag, Dr. Fabian Mehring ist der Grund dieser Entwicklung klar: „Es werden bei der Bauleitplanung der Gemeinden, bei den Baugenehmigungen durch das Landratsamt, bei der Wirtschaftspolitik des Landrats und den Investoren diese Zusammenhänge nicht gewürdigt und weiterhin das Wachstumsmodell der 1970er Jahre verfolgt. Art. 20a unseres Grundgesetzes findet sich dort nirgends wieder. Wir brauchen aber eine Neujustierung der Flächen- und Wirtschaftspolitik, insbesondere im Großraum Augsburg, in dem als Metropolregion in den nächsten Jahren ein enormer Zuzug von Menschen und Firmen erwartet wird. Als vergleichsweise jüngerer Politiker fordere ich ein: Wir müssen endlich die Endlichkeit unserer Ressourcen im Blick haben und erkennen, dass die Grenzen des unreflektierten Wachstums längst erreicht sind. Wenn wir hier nicht gegensteuern, dann wird das Lechfeld im Süden Augsburgs sowie der Umgriff um das Klinikum und der Autobahnanschlussstelle Neusäß in zehn Jahren zugepflastert und der sich abzeichnende Verkehrskollaps perfekt sein. Das wollen wir nicht und es macht auch keinen Sinn. So stellen wir uns unsere Heimat nicht vor.“

 

Der FW Landtagsabgeordnete Johann Häusler fordert daher die bayerische Staatsregierung auf, hier endlich neue Wege zu gehen. Häusler: „Wir Kommunalpolitiker werden auf die künftige FW-Landtagsfraktion zugehen und entschieden darauf drängen, wirksame Maßnahmen für eine effiziente Reduzierung des Flächenverbrauchs als eine der Grundlagen einer künftigen Zusammenarbeit mit der aktuellen Mehrheitspartei zu manifestieren“.

Teile den Beitrag auf Facebook
Please reload

Archiv
Schlagwörter
Folgen Sie uns!