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FREIE WÄHLER wundern sich über Staatssekretärin Trautner

24.07.2018

Mehring stellt klar: Lehrer drehen im Sommer nicht nur Däumchen

 

 

Weil die Zahl der sachgrundlos befristet angestellten Lehrer in Bayern während der letzten fünf Jahre im Grund- und Mittelschulbereich um 50 % sowie im Bereich der Realschulen um 70 % gestiegen ist, haben die Freien Wähler bei Kultusstaatssekretärin Carolina Trautner Alarm geschlagen. In einem Brief an die CSU-Politikerin ärgerte sich Kreistagsfraktionschef Fabian Mehring besonders darüber, dass Bayern laut Arbeitsagentur unter den deutschen Ländern mittlerweile einen Spitzenplatz bei der Lehrerarbeitslosigkeit während der Sommerferien einnimmt. „Unterjährig eingestellte Lehrer während der Ferien für sechs Wochen in die Sozialkassen zu schicken um sie anschließend wieder anzustellen ist eine skandalöse Praxis die schleunigst beendet werden muss“, ärgert sich Mehring über das Festhalten des von Trautner mitgeführten Bildungsressorts an dieser Praxis.

 

Um dieses Anliegen zu illustrieren, fragte Mehring bei Trautner nach, was davon zu halten wäre, auch die Mitglieder des Landtags während der parlamentarischen Sommerpause arbeitslos zu melden und erst nach Wiederaufnahme des Sitzungsbetriebes wieder zu besolden. Die Antwort Trautners auf diese rhetorisch gemeinte Frage lässt Mehring nun irritiert zurück. So verwies die Staatssekretärin in der Augsburger Allgemeinen darauf, dass während des Sommers zwar keine Sitzungen im Landtag stattfinden würden, die Abgeordneten jedoch allerhand andere Aufgaben zu bewältigen hätten, weshalb sie durchwegs besoldet werden müssten. Im gleichen Artikel verteidigte die Kultusstaatssekretärin die Ausstellung befristet angestellter Lehrer während der Sommerferien.  

 

 

Als promovierter Politikwissenschaftler, der seit sechs Jahren in unterschiedlichen Funktionen am Bayerischen Landtag arbeitet, hegt Mehring keine Zweifel daran, dass Abgeordnete auch während der Sommermonate gut zu tun haben. „Mit staunender Verwunderung“ nimmt der FW-Politiker dagegen zur Kenntnis, dass man an der Spitze des Kultusministeriums scheinbar glaube, dies sei bei Lehrern anders. „Sowie das Parlament während der Sommerzeit nicht tagt, findet auch an den Schulen von Anfang August bis Mitte September kein Unterricht statt. Genau wie unsere Politiker drehen aber auch unsere Lehrer deshalb nicht ausschließlich Däumchen in der Sonne. Das sollte auch die Staatssekretärin wissen. Stattdessen gilt es in der unterrichtsfreien Zeit den Unterricht des nächsten Jahres vorzubereiten, Stundenpläne aufzustellen, Konferenzen abzuhalten, Fortbildungen zu besuchen, Ausbildungsbetriebe zu besuchen und vieles mehr. Wer nicht will, dass diese Tätigkeiten in Zukunft auf den Fluren des Arbeitsamtes stattfinden, muss Lehrer ebenso durchgängig beschäftigen wie Politiker“, bekräftigt Mehring seinen Vergleich.

 

Dabei sieht der Kreistagsfraktionschef den Freistaat auch gegenüber den bayerischen Landkreisen, Städten und Gemeinden in der Pflicht, die für die Schulinfrastruktur zuständig sind. „Als Landkreis investieren wir dreistellige Millionenbeträge in unsere Schulgebäude. Daraus leiten wir den Anspruch ab, dass der Freistaat die Menschen die darin arbeiten vernünftig anstellt und bezahlt“, sagt Mehring. Schließlich, so der FW-Politiker, zeige sich zwischenzeitlich ein raumgreifender Lehrermangel. Nicht nur in den Berufsschulen gibt es in mehreren Ausbildungszweigen bereits Probleme bei der Pflichtbeschulung, weil Lehrkräfte fehlen. „Das wird nicht besser, wenn wir junge Lehrer behandeln wie Saisonarbeiter. So zu agieren kann sich ein Land, dessen zentrale Ressource in Bildung und Know-How besteht, schlcihtweg nicht leisten“, so Mehring abschließend.

 

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