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Osttangente: FREIE WÄHLER bringen Alternative ins Spiel

28.06.2018

Neue Bahnverbindung soll Straßen im Augsburger Süden entlasten

 

In der Debatte um die umstrittene Osttangente im Süden der Bezirkshauptstadt Augsburg hat FW-Kreistagsfraktionschef Dr. Fabian Mehring einen neuen Vorschlag eingebracht. Gemeinsam mit dem FW-Landtagsabgeordneten Johann Häusler, greift Dr. Mehring damit eine Idee des Kissinger Bauamtsleiters Alfred Schatz auf, die auch von Bobingens stellvertretendem Bürgermeister Rainer Naumann, dem Königsbrunner Stadtrat Helmut Schuler sowie Ludwig Fröhlich, dem Altbürgermeister der Brunnenstadt, unterstützt wird.

 

Dem Vorschlag liegt die Befürchtung der Parteifreien zugrunde, ein autobahnähnlicher Ausbau der Ostumfahrung Augsburgs könnte neuen Verkehr anlocken, statt die dringend notwendige Reduzierung der Verkehrsbelastung auf der B17 und im Augsburger Süden zu bewirken. „Wir müssen aufpassen, keine attraktive Nord-Süd-Alternative zur A7 und A9 zu schaffen, die zusätzlichen Transitverkehr in die Region lockt, statt Entlastung zu bringen“, mahnt Fraktionschef Dr. Mehring.   

 

Stattdessen setzen die Freien Wähler auf eine schienengebundene Ergänzung der Verkehrsinfrastruktur. Geht es nach den Parteifreien, könnte dazu eine Querverbindung zwischen Bobingen und Mering geschaffen werden, die endlich auch Königsbrunn als größte Landkreisstadt an das Gleisnetz anbindet. „Eine solche Trasse könnte im Königsbrunner Süden gut verlaufen und dürfte naturschutzfachlich deutlich besser durchzusetzen sein als die aktuellen Pläne, die eine Autobahn durch Schutzgebiete vorsehen“, erklärt Stadtrat Helmut Schuler. Die Querung des Lechs könnte dabei an der ohnehin bereits im Bundesverkehrswegeplan als sanierungsbedürftig identifzierten Brücke südlich der Kissinger Heide gelingen. Alternativ bringen die FW-Politiker eine südlichere Flußquerung bei der Lechstaustufe 22 ins Spiel, die sie bereits bei der Diskussion um die Trasse der geplanten Straße favorisierten. Bereits einen Schritt weiter denkt zudem Königsbrunns früherer Bürgermeister Ludwig Fröhlich, der sich im Zuge dessen eine Verlängerung der entstehenden Straßenbahn bis zum Gleisanschluss an die Bahnstrecken nach München und ins Allgäu vorstellen kann.

 

In den Augen von Bobingens 3. Bürgermeister Rainer Naumann könnte auf diese Weise eine gezielte Anbindung aller Kommunen im südlichen Landkreis nach Augsburg und an die Landeshauptstadt München gelingen: „Schon deshalb, weil Münchenpendler damit nicht zuerst nach Augsburg oder Buchloe fahren müssen, dürfte eine erhebliche Entlastung entstehen. Die tägliche Blechlawine auf dem Park-and-Ride-Platz in Mering zeigt eindrucksvoll wie groß das Nutzerpotenzial ist“, so Naumann.

 

 

Für Kreispolitiker Dr. Mehring resultiert aus den Plänen auch eine bedeutende Chance für den defizitären Augsburger Verkehrsverbund (AVV): „Wir kriegen die Menschen nur dann von den überlasteten Straßen in den ÖPNV, wenn wir attraktive Angebote unterbreiten können. Ein Brückenschlag zwischen den Verbindungen nach München und ins Allgäu, der neben Städten wie Königsbrunn und Bobingen auch die Kommunen auf dem Lechfeld bedient, würde im Handstreich etwa 50 000 Menschen direkt an das Bahnnetz anbinden und wäre deshalb ein großer Wurf“, so der FW-Politiker.

 

Landtagsabgeordneter Häusler erhofft sich davon auch positive Auswirkungen auf die Planungen zur Osttangente. „Wenn es gelingt, den drohenden Verkehrskollaps durch unseren Vorschlag abzumildern, nützt das nicht nur der Umwelt erheblich. Vielmehr könnten dann auch die Pläne zur Osttangente deutlich geringer dimensioniert und in Einklang mit Natur und Anwohnern gebracht werden“, hofft Häusler auf den Erfolg des Vorstoßes.

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