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Verkehrsgipfel im Kreistag

04.04.2018

Kreistagsfraktion pocht auf „Verkehrswende“ im Augsburger-Land

 

„Steter Tropfen höhlt den Stein“, sagt FW-Kreistagsfraktionschef Fabian Mehring im Hinblick auf die Sondersitzung des Kreistags am nächsten Montag. Bereits vor knapp einem Jahr hatten die Kreisräte der FREIEN WÄHLER angesichts der heillosen Überlastung wesentlicher Verkehrsachsen im Landkreis sowie dem Stillstand bei der Debatte über die dritten Gleise und die Reaktivierung der Staudenbahn Alarm geschlagen. „Die Stausituation auf den großen Verkehrsachsen unseres Landkreises erreicht während der Stoßzeiten bisweilen ein unerträgliches Ausmaß“, heißt es in einem Antrag der Parteifreien vom 19. Mai 2017, mit dem sie bei Landrat Martin Sailer beantragten einen „Verkehrskongresses für den Raum Augsburg“ abzuhalten um „mit fachlicher Expertise herauszuarbeiten, wie das Verkehrskonzept unseres Landkreises im Kontext des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum der Region aussehen kann“. Im Herbst des letzten Jahres widmeten die FREIEN WÄHLER ihre Jahresklausurtagung den Verkehrsströmen im Landkreis und erneuerten ihre Forderung „Aspekte des Flächenverbrauchs, der Digitalisierung des Autoverkehrs, der Herstellung von Schnittstellen zwischen den Verkehrsträgern und der Flexibilität der Arbeitswelt zu berücksichtigen und hieraus geeignete politische Konsequenzen abzuleiten“.

 

 

Am kommenden Montag ist es nun soweit: Auf Antrag der FREIEN WÄHLER tritt der Augsburger Kreistag zu einer Sondersitzung zusammen, um über die Zukunft der Mobilität im Landkreis zu beraten. Von Stadtwerke-Chef Dr. Walter Cassaza, Staudenbahn-Betreiber Hubert Teichmann, Bauamtsleiter Stefan Scheckinger sowie Ralf Schmidtmann vom Güterverkehrszentrum sollen die Kommunalpolitiker dazu umfassenden fachlichen Input erhalten. Die Erwartungshaltung der FREIEN WÄHLER an diese Sitzung könnte dabei kaum höher sein: „Die Mobilität innerhalb unserer Metropolregion ist ein entscheidender Faktor im Hinblick auf deren Entwicklungschancen, wobei insbesondere die ländlichen Strukturen im Landkreis bestmöglich an die Bezirkshauptstadt angebunden sein müssen“, gibt FW-Sprecher Fabian Mehring zu bedenken und verweist darauf, dass Gewerbeansiedlungen, Bevölkerungsentwicklung, Wohnungsmarkt und Lebensqualität in allen Landkreiskommunen unmittelbar mit deren verkehrlicher Erschließung zusammenhängen.  

 

Mehring: „Wie Nordendorf oder Großaitingen sich in den nächsten Jahren entwickeln, hängt maßgeblich davon ab ob auf B2 und B17 weiterhin jeden Morgen und Abend der Verkehr zusammenbricht“. Dabei kritisiert der FW-Politiker auch kreispolitische Fehlentwicklungen der letzten Jahre: „Wer im Monatsrhythmus die Ansiedlung neuer Logistikzentren auf dem Lechfeld feiert, braucht sich über die Zunahme von Flächenverbrauch und LKW-Verkehr nicht wundern“, gibt Mehring zu bedenken. Außerdem habe die Staatsregierung die Region bei der Frage nach den dritten Gleisen und einer Reaktivierung der Staudenbahn bislang ziemlich im Stich gelassen, während die AVV-Tarifreform die Attraktivität des öffentlichen Verkehrs in der öffentlichen Wahrnehmung eher verringert habe.

 

Um einen drohenden Verkehrskollaps zu verhindern, bedarf es deshalb laut Mehring dringend einer „echten Verkehrswende“ im Augsburger-Land, die in den Augen der FREIEN WÄHLER nur im Zusammenwirken aller Verkehrssparten gelingen kann. „Alleine durch neue Straßen ist angesichts rasant steigender Zulassungszahlen niemandem geholfen. Wir brauchen die Kombination aus intelligenten Konzepten zur Verkehrssteuerung, eine kluge Ansiedlungspolitik, attraktive Angebote im Bereich von Bus und Bahn sowie ein generelles Umdenken innerhalb der Bevölkerung“, glaubt Mehring. Die Sondersitzung des Kreistags am nächsten Montag empfindet er dabei als „überfälligen Startschuss, die dringend notwendige politische Debatte hierüber endlich anzustoßen“.

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