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Überlastete Krankenhäuser: Mehring lässt nicht locker

15.03.2018

FW-Politiker hakt nach und schlägt eine kurzfristige Sondersitzung vor

 

 

Bereits am 6. März hat FW-Kreistagsfraktionschef Fabian Mehring einen Brandbrief an Oberbürgermeister Gribl und Landrat Martin Sailer verfasst. In eindringlichen Worten hat der FW-Politiker darin den flächendeckenden Kollaps der Notaufnahmen in den Klinika der Bezirkshauptstadt sowie ihrer Nachbarlandkreise Augsburg, Dillingen, Donau-Ries und Aichach-Friedberg beschrieben und die Verwaltungsratsvorsitzenden des Zentralklinikums dazu aufgefordert, umgehend mit geeigneten Sofortmaßnahmen gegenzusteuern. Die damit ausgelöste Debatte kommt seither nicht zur Ruhe. Nahezu täglich berichten die regionalen Medien über neue Missstände aufgrund der heillosen Überlastung der Krankenhäuser in ganz Schwaben.

 

 

 

„Seit ich die untragbaren Probleme thematisiert habe, werde ich nahezu täglich von Ärzten und Pflegern kontaktiert die meine Sorgen bestätigen. Lediglich von den Adressaten meines Schreibens habe ich noch immer nichts gehört“, ärgert sich Mehring vor diesem Hintergrund über die Ignoranz von Sailer und Gribl, die er nicht akzeptieren will. Mehring: „In dieser Angelegenheit geht es für die Menschen in unserer Heimat schlimmstenfalls um Leben und Tod. Die medizinische Grundversorgung sicherzustellen ist dabei unsere originäre politische Aufgabe, für die alle Amts- und Mandatsträger eine Mitverantwortung tragen. Ich werde deshalb keine Ruhe geben, auch wenn das manchen nicht gefällt“, kündigt der FW-Fraktionschef an.

 

Dabei fühlt Mehring sich von Schilderungen aus der Belegschaft des Zentralklinikums bestätigt, denen zufolge sich die Lage während der letzten Tage weiter verschärft hat. „Kranke Menschen werden abgewiesen und behandlungsbedürftige Personen vorzeitig entlassen. Patienten müssen auf den Gängen schlafen“, hat Mehring erfahren und schiebt nach: „Das ist ein absolut untragbarer Zustand, der sofortiges Einschreiten erfordert. Es darf nicht sein, dass die Bürger einer Boomregion mit Rekordeinnahmen in deren Kliniken unbehandelt auf den Gängen herumliegen“. Für „regelrecht absurd“ hält Mehring es dabei, dass jüngst bereitgestellte Infrastruktur im Intensivbereich und der Notaufnahme währenddessen leer stehen würden, weil es am Personal fehlt. „So darf es nicht länger weitergehen“, sagt Mehring. Wie in jeder anderen Branche mit Fachkräftemangel, müssen ihm zufolge Bezahlung und Arbeitsbedingungen der fehlenden Pfleger und Ärzte „fundamental verändert“ werden. „Das kann und muss sich unsere Gesellschaft leisten. Auch die regionale Politik ist dafür längst in der Pflicht und sollte endlich handeln statt endlos zu reden“, so Mehring.

 

Angesichts der weiteren Eskalation an den heimischen Krankenhäusern hat Mehring sich deshalb heute Vormittag erneut an die Spitzen von Klinikum, Landkreis und Stadt Augsburg gewendet. In seinem Schriftsatz beantragt Mehring nunmehr offiziell „dem Kreisausschuss zum nächstmöglichen Zeitpunkt ausführlich Bericht über die Gründe und Folgen der beschriebenen Situation zu erstatten und darzustellen, welche Lösungsmöglichkeiten seitens der kommunalen Träger ergriffen werden“.  Weil in den Augen des FW-Politikers „Probleme beim dringend optimierungsbedürftigen Zusammenspiel zwischen Zentralklinikum, dezentralen (Kreis-)Krankenhäusern und KVB erheblich zur Zuspitzung der aktuellen Lage beitragen“, fordert er ferner kurzfristig einen überregionale Gesundheitskonferenz einzuberufen. Geht es nach Mehring, sollen dabei die Spitzen von KVB, die Vorstände der Krankenhäuser in Augsburg Stadt und Land, Dillingen, Aichach-Friedberg und Donauwörth sowie die jeweiligen Kreisausschüsse und der Stadtentwicklungsausschuss der Trägergebietskörperschaften zusammenkommen und Sofortmaßnahmen zur Auflösung der aktuellen Lage der heimischen Krankenhauslandschaft beschließen. Sailer und Gribl fordert Mehring schriftlich dazu auf „sich des Sachverhaltes unverzüglich anzunehmen und eine überfällige politische Diskussion sowie geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten“.

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