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Fabian Mehring wirft seinen Hut in den Ring

15.02.2018

Geburtstagsüberraschung: Kreistagsfraktionschef will in den Landtag

 

 

Seit 29 Jahren feiert Fabian Mehring, Fraktionschef der Freien Wähler im Augsburger Kreistag, am Valentinstag Geburtstag. Auf den Aschermittwoch, ein für bayerische Politiker traditionell arbeitsreiches Datum, ist der Tag der Liebe dabei bisher noch nie gefallen. Die Einladung, an seinem Ehrentag als Festredner beim politischen Aschermittwoch des Königsbrunner FW-Stadtverbandes aufzutreten, nahm Mehring trotzdem gerne an: „Heute ist der traditionelle Tag des politischen Schlagabtauschs in Bayern. Mich daran für unsere Heimat zu beteiligen ist meine Leidenschaft und ein schönes Geburtsgeschenk für mich“, stellte der FW-Politiker gleich zu Beginn seiner launigen Rede im voll besetzten Gasthof Krone klar.

 

Anschließend nahm Mehring einen angriffslustigen Rundumschlag zu kommunalen und überregionalen politischen Themen vor. Die zähe Regierungsbildung in Berlin bezeichnete er als „Demokratie zum Abgewöhnen“ und ging dabei insbesondere mit SPD und Liberalen ins Gericht.: „Nachdem die Liberalen kalte Füße bekommen haben, meucheln die Trittbrettfahrer des Schulz-Zugs ihren Lokführer“, spöttelte Mehring. Humorvoll brachte der FW-Bezirksvize auch die aktuelle Situation der CSU auf den Punkt: „Der Ministerpräsident soll Heimatminister werden und der Heimatminister Ministerpräsident. Ob es so kommt entscheiden ausgerechnet die Mitglieder der SPD“, fasste Mehring augenzwinkernd zusammen.

 

Auch die regionale Politikszene wurde vom Aschermittwochsredner gekonnt aufs Korn genommen. So unkte Mehring, die Landtagsparlamentarierin Trautner sei wohl in den „zu großen Fußstapfen ihres Vorgängers verschollen“, weil sie zuletzt ihren Büroleiter als Leserbriefschreiber vorschickte, anstatt sich selbst zur Abschaffung der Straßenausbaubeiträge zu positionieren. Seinem Kollegen Manfred Buhl, der vor Nachbesserungen an der AVV-Tarifreform ein weiteres Fachbüro anhören wollte, diagnostizierte Mehring dagegen „akute Gutachteritis“ und empfahl ihm in Anlehnung an FDP-Chef Lindner künftig „besser nichts zu beantragen, als ständig das Falsche“. Landrat Martin Sailer prophezeite Mehring einen Aufstieg zum „Nebenerwerbs-Bezirkstagspräsidenten“, der die bisherige Arbeit von Amtsinhaber Reichardt künftig „in der Landrats-Mittagspause“ erledigen könnte. Für entsprechende Wahlerfolge werde immerhin schon vorgebaut, so Mehring: „Die einzige Haushaltsstelle mit einer 100%-igen Kostenüberschreitung war letztes Jahr die Öffentlichkeitsarbeit des Landrats und wenn das Landratsamt weiterhin so opulent ausgebaut wird, hat darin bald auch noch die Bezirksverwaltung Platz“, spottete der Vorsitzende der größten Oppositionsfraktion im Kreistag.

 

Langanhaltenden Applaus erntete Mehring, als er sich am Ende seiner Rede zu seinen persönlichen Ambitionen bei der nahenden Landtagswahl erklärte. Im Dezember hatten mehrere Ortsvereine im Landkreis Mehring, der 2013 als 24-jähriger Newcomer überraschend auf den ersten Nachrückerplatz der schwäbischen Freien Wähler vorgewählt wurde, zu einer Kandidatur aufgefordert. Damals hatte sich Mehring Bedenkzeit erbeten und gab nun das Ergebnis seiner Überlegungen bekannt: „Unsere Heimat braucht in München starke Lobbyisten, die mit Leidenschaft und ohne Parteizwang für die Interessen unserer Region eintreten. Dazu will ich mein Scherflein beitragen und eine Alternative in der politischen Mitte eröffnen. Niemand, der von den etablierten Parteien enttäuscht ist, soll Rechtspopulisten wählen müssen, die noch nie ein Rathaus von innen gesehen haben. Deshalb stehe ich als Kandidat zur Verfügung“, so Mehring.

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