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FREIE WÄHLER pochen auf Nachbesserungen bei der AVV-Tarifreform

15.01.2018

Parteifreie sehen sich in ihrer Kritik bestärkt und wollen den ländlichen Raum entlasten

 

Für ihre Forderung nach einer radikalen Vereinfachung des AVV-Tarifs hat die FREIE WÄHLER-Kreistagsfraktion während der Beratungen zur Tarifreform im letzten Sommer keine Mehrheit gefunden. Damals kämpften die Parteifreien für eine Einteilung des Gesamttarifgebiets in nicht mehr als drei Zonen: Stadt Augsburg, Stadt-Umland und ländlicher Raum (die regionalen Medien berichteten). Ihre Zustimmung zu den mit dem Jahreswechsel in Kraft getretenen Reformen knüpften die FREIEN WÄHLER um ihren Fraktionschef Fabian Mehring an den Beschluss, während des Jahres 2018 eine Evaluations- und Überarbeitungsphase zu durchlaufen, um augenscheinliche Tarifungerechtigkeiten zum 1. Januar 2019 zu eliminieren.

 

 

Von der heftigen Kritik am neuen Tarifzonenplan fühlen sich die FW-Politiker aus dem Augsburger Kreistag nun bestätigt. „Wie erwartet darf der gefundene Minimalkonsens nicht mehr als ein erster Schritt bleiben. Schon die ersten Tage des neuen Jahres bestätigen unsere Prognose und zeigen, dass es erheblichen Optimierungsbedarf gibt“, sagt FW-Fraktionssprecher Mehring nicht ohne bereits erste Modifikationen einzufordern. Dabei hat der Kreispolitiker insbesondere die Anliegen des ländlichen Raumes im Blick, dessen ÖPNV-Anbindung die FREIEN WÄHLER stärken wollen. „Die großen Verkehrsachsen im Augsburger-Land sind heillos überlastet. Auf B17 und B2 bricht fast täglich der Verkehr zusammen. Ein attraktives Nahverkehrsangebot für Berufspendler ist deshalb kein Luxus sondern bittere Notwendigkeit“, findet Mehring.

 

Kein Verständnis haben die FREIEN WÄHLER deshalb für unverhältnismäßige Preishärten, die Abonutzer aus dem ländlichen Raum aus dem ÖPNV zurück in den Individualverkehr treiben würden. Dafür nennt Mehring zwei Beispiele. Einerseits geht es ihm um Pendler im Außenbereich, die auf ihrem Arbeitsweg durch zwei Zonen fahren um von einer Landkreiskommune in eine andere zu gelangen: „Wer etwa aus Gablingen nach Gersthofen oder von Nordendorf nach Meitingen pendelt, wo je große Arbeitgeber situiert sind, zahlt statt früher 50 € heute 75 € im Monat“. Ebenso heftig trifft es laut Mehring Landkreisbürger, die aus dem Augsburger Land ins benachbarte Donau-Ries, etwa zu einer Arbeitsstätte in Donauwörth, auspendeln. Durch das neue Donau-Ries-Modul kommt es dabei zu Preissteigerungen von 40%. Wer vor einem Jahr noch 85 € für das UmweltAbo zahlte, muss heute mehrere Abos kombinieren und monatlich 125€ entrichten.

 

„Solche Entwicklungen stehen im krassen Gegensatz zu den beiden großen Zielen der Tarifreform. Wir wollten die Preisstaffelung vereinfachen und den ländlichen Raum entlasten. Weil mancherorts exakt das Gegenteil geschehen ist besteht dringender Handlungsbedarf, den es in der zweiten Reformphase akribisch nachzubessern gilt“, bilanziert Mehring die Schwächen der Reform. In einem Schreiben an Landrat Martin Sailer fordert der FW-Politiker dabei „Tarifgerechtigkeit“ ein: „Niemand versteht weshalb eine Zugfahrt aus dem Landkreisnorden nach Donauwörth 35 € mehr kosten soll als die doppelte Strecke nach Augsburg. Solche Willkürlichkeiten werden vom Nutzer zu Recht nicht akzeptiert“, so Mehring. Namens der FW-Kreistagsfraktion hat Mehring deshalb beantragt, eine Neubeurteilung bezüglich der Abostruktur im Außenraum und für Pendler ins benachbarte Donau-Ries vorzunehmen. Im Zuge dessen kündigt er an, dass im Jahresverlauf weitere Verbesserungsanträge seiner Fraktion folgen werden: „Wir sind mit der aktuellen Situation nicht zufrieden und geben deshalb auch keine Ruhe“, so Mehring abschließend.  

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