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Lechbrücken: Kommunalpolitiker der FREIEN WÄHLER können über „Treppenwitz“ nicht lachen

08.12.2017

Mehring: „Historische Fehlplanung“ mit teuren Folgen

 

Geht es nach dem Staatlichen Bauamt, sollen die drei Lechbrücken zwischen Meitingen und Thierhaupten im nächsten Jahr saniert werden. Läuft alles ideal, will das Bauamt die Staatsstraße 2045 zu diesem Zweck vom Frühjahr bis in den Spätherbst hinein total sperren. Mehr als 12 000 Fahrzeuge täglich, vom Mähdrescher über den Notarztwagen bis zum Schulbus, müssten solange über Rain oder Langweid ausweichen und erhebliche Umwege in Kauf nehmen. „Das wäre eine Katastrophe für das gesamte Lech- und Schmuttertal“, erklärte FW-Kreistagsfraktionschef Fabian Mehring bereits im August. Gemeinsam mit dem Thierhauptener Marktgemeinderat Claus Braun wandte er sich an den Landtagsabgeordneten Johann Häusler aus Biberbach, der als einziger regionaler Parlamentarier im Verkehrsausschuss des Bayerischen Landtags sitzt. Gemeinsam machten die FW-Politiker damals mobil und warben für alternative Sanierungskonzepte, wobei sich in den darauffolgenden Monaten Politiker aller Parteien ihre Forderung zu eigen machten.

 

Einen ersten Erfolg können die Kommunalpolitiker im Zuge dessen bereits verbuchen: „Während zunächst von einer fast einjährigen Bauzeit ausgegangen wurde, hat man nun die Bedeutung dieser Straße für unsere Region verstanden. Weil jetzt auch samstags und in Schichten gearbeitet wird, glaubt man nun in sieben Monaten fertig zu sein“, erklärt Braun nicht ohne die bei vergleichbaren Projekten üblichen Verzögerungen zu befürchten. Sorgen macht sich der Thierhauptener Familienvater insbesondere um die Beförderung der Kleinsten, die täglich über den Lech in ihre Schulen pendeln: „Unser interkommunaler Schulverband reicht über den Lech. Kinder und Jugendliche aus Thierhaupten gehen in Meitingen, Donauwörth, Gersthofen und Augsburg zu Schule und queren täglich mehrmals die betroffenen Brücken“, mahnt Braun.  

 

 

Dass der durch die Straßensperrung verursachte wirtschaftliche Schaden die Baukosten für die Brücken deutlich übersteigen wird, befürchtet indes FW-Fraktionschef Fabian Mehring: „Wer sich einmal vorübergehend an einen neuen Physiotherapeuten, Apotheker oder Supermarkt gewöhnen musste, ändert seine Gewohnheiten oft nicht mehr. Einer mehr als halbjährigen Vollsperrung, die erfahrungsgemäß immer noch länger dauert als geplant, wohnt deshalb des Potenzial inne ganze Betriebe langfristig zu ruinieren“, so der Meitinger Kreis- und Marktgemeinderat. Immerhin, so Mehring weiter, komme dem Mittelzentrum Meitingen erwiesenermaßen die Versorgungsfunktion für zehntausende Menschen aus seinen Nachbarkommunen zu. „Davon kann man die Gemeinden östlich des Lechs, auf deren Bürger unsere Infrastruktur und der örtliche Einzelhandel ausgerichtet ist und die hierauf angewiesen sind, nicht einfach abschneiden.“ Auf die Palme bringt Mehring dabei die Erkenntnis, dass all dies hätte verhindert werden können. So spricht der FW-Politiker von einer „historischen Fehlplanung“ und verweist auf die im Mai 2017 eröffneten Radwegbrücken, die parallel zur sanierungsbedürftigen Staatsstraße über den Lech verlaufen. „Es ist ein wirklich skandalöser Treppenwitz, dass man im Bauamt offenbar nicht bis Drei gezählt und diese Brücken massiv und breit genug gebaut hat, um darüber im nächsten Jahr einen einspurigen Ersatzverkehr abwickeln zu können. Dieses Missmanagement wird unsere Gewerbetreibenden Millionen kosten und die Menschen im Lechtal täglich ihre Zeit“, ärgert sich Mehring.

 

Vom Staatlichen Bauamt erwarten sich die die FW-Marktgemeinderäte aus Meitingen und Thierhaupten daher noch immer Vorschläge, wie eine durchgängige Sperrung der Staatsstraße verhindert werden kann: „Mit den bisherigen Planungen, in deren Ausarbeitung bis heute ausschließlich Politiker mit CSU-Parteibuch einbezogen wurden, sind wir nicht einverstanden. Bereits eine Ausschreibung samt Nachtarbeit könnte die Sperrzeit um mehrere Monate reduzieren und sollte dringend erwogen werden. Auch die Einrichtung von Behelfsbrücken wären laut Bauamt sehr wohl möglich und könnten eine Sperrung ganz verhindern. Die damit verbundenen Zusatzkosten dürften deutlich hinter dem Schaden zurückbleiben, den eine langfristige Sperrung bei unseren Gewerbetreibenden verursacht“, so Meitingens FW-Vorsitzender Robert Hecht der auch als Vizechef der Meitinger Wirtschaftsgemeinschaft fungiert. Grundlegende Zweifel am vorgeschlagenen Zeitpunkt für die Sanierungsmaßnahme hegt Kreispolitiker Mehring:  „Kein Mensch versteht, weshalb des Projekt mitten in der Erntezeit und während der Thierhauptener Festwoche sowie der Meitinger MEGA-Ausstellung stattfinden muss. In diesen Tagen kommen regelmäßig zehntausende Menschen nach Meitingen und Thierhaupten. Eine Vollsperrung der Staatsstraße würde während dieser Zeit den Verkehr im ganzen Lechtal lahmlegen“, befürchtet Mehring.  Gemeinsam mit ihren Parteifreunden wollen sich Braun, Hecht und Mehring deshalb nicht mit dem aktuellen Planungsstand zufrieden geben und für eine erheblich kürzere Vollsperrungsphase außerhalb der Ernte- und Festwochenzeit kämpfen.  

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