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Tägliche Staus auf B17 und B2: FREIE WÄHLER sagen Verkehrskollaps im Landkreis den Kampf an

21.11.2017

 

Klausurtagung: Parteifreien haben sich mit der heillosen Überlastung der Verkehrsachsen im Augsburger Land beschäftigt

 

Bereits im Mai diesen Jahres beantragte FREIE WÄHLER Kreistagsfraktionsvorsitzender Fabian Mehring bei Landrat Martin Sailer einen Verkehrskongress für den Raum Augsburg. Als Grund dafür nennen die Parteifreien das unerträgliche Ausmaß an Stausituationen und massivem Verkehrsaufkommen nicht nur während der Stoßzeiten auf den großen Verkehrsachsen des Landkreises. Auf der B 2 zwischen Langweid und der Autobahnauffahrt A 8 zeige sich laut Mehring täglich das gleiche Bild wie auf der südlichen B 17 sowie einigen Teilen der B 300: „Der Verkehr in unserem Augsburger Land hat ein Ausmaß erreicht, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Landkreises und die Lebensqualität seiner Bürger erheblich beeinträchtigt“, prognostiziert der Meitinger Kommunalpolitiker einen Verkehrsinfarkt. Und dies setzt sich in den Innenbereichen der städtischen Landkreisgemeinden und in der Stadt Augsburg selbst fort.

 

Dass es so weit gekommen ist, machen die FREIEN WÄHLER an drei Punkten fest, darunter auch das Nahverkehrsangebot des AVV. „In und um Augsburg pflegen wir einen der teuersten öffentlichen Personennahverkehre in Deutschland überhaupt“, so der Landtagsabgeordnete Johann Häusler, der sich bereits vor mehr als zehn Jahren für einen attraktiven Drei-Zonen-Plan stark machte, der mehr Individualverkehr in den ÖPNV locken soll. Der überwiegende Teil des Umsatzes entstehe ohnehin im verdichteten Raum in und um Augsburg. Eine Zone für den gesamten ländlichen Raum einzurichten koste deshalb wenig, bringe aber Transparenz und helfe den Menschen in den ländlichen Kommunen der ganzen Region. So könne man auch der Tatsache entgegenwirken, dass immer weniger Menschen das immer teurer werdende Angebot des AVV nutzen.

 

Dass das Verkehrsproblem zum Teil auch „hausgemacht“ sei, darauf verweist Fraktionschef Mehring selbst: „Wer beispielsweise auf dem Lechfeld ständig neue Logistiker ansiedelt und sich dann wundert, woher die vielen LKWs kommen, der zählt Eins uns Eins nicht richtig zusammen“ und weiter: „Die Wirtschaftspolitik im Landkreis steht insgesamt auf einem soliden Fundament. Wir müssen aber dringend rechtzeitig erkennen, dass ihre Zukunft von der Verkehrsinfrastruktur abhängt und geeignete Maßnahmen gegen deren Überlastung ergreifen, bevor es zu spät ist. Insbesondere die Bezirkshauptstadt Augsburg muss für alle Bürger gut und verlässlich erreichbar sein – davon lebt der Aufschwung im ländlichen Raum unserer Heimatregion. “

 

Ein unbegrenzter Ausbau der Verkehrswege könne dabei weder finanziell, verkehrsfachlich noch ökologisch die Lösung sein, so Dr. Markus Brem, der sich seit Jahren gegen den ausufernden Flächenfraß einsetzt. „Wir brauchen die Verkehrswende hin zu einer nachhaltigen Mobilität ohne uferlosen Flächenverbrauch, sonst kollabieren wir bald tatsächlich zwischen Beton und Auspuffgasen“, so der FW Kreis- und Bezirksvorsitzende, der unter diesen Voraussetzungen seine Mitglieder vergangenes Wochenende zu einer Klausurtagung nach Hattenhofen im Landkreis Fürstenfeldbruck zusammenrief, um an klugen Lösungen mittels fachlicher Expertise und unter Berücksichtigung der Zukunftstrends zu basteln. „Wir brauchen Konzepte, dass die Knappheit der Verfügbarkeit von Verkehrsinfrastruktur, insbesondere beim mobilisierten Individualverkehr auch bewertet wird und durch entsprechende Koordinations- und Anreizmodelle der einzelne Verkehrsteilnehmer diese Knappheit berücksichtigen kann. In vielen anderen Bereichen, wo öffentliche oder private Netzinfrastruktur bereitgestellt wird, wird die Knappheit dieser jeweiligen Infrastrukturressource bepreist.“

 

Mit Roland Schmidt, dem Stadtplaner der Stadt Gersthofen, konnte ein Experte gewonnen werden, der die Verkehrsentwicklung aus Sicht der kommunalen Stadtplanung konkret an einem Beispiel festmachen konnte. Die wirtschaftliche Sicht verdeutlichte Josef Brandner, der Bezirksvorsitzende Schwaben des Landesverbandes bayerischer Omnibusunternehmer. Im dritten Block ging MdL Johann Häusler als Mitglied des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses des Bayerischen Landtags auf den Landesentwicklungsplan und seine vielseitigen Schwachstellen wie beispielsweise den Wegfall des Anbindegebots ein. Der verkehrspolitische Sprecher der FW Landtagsfraktion, MdL Thorsten Glauber, brachte es im letzten Block der Tagung auf den Punkt: „Wir bevorzugen intelligente Lückenschlüsse sowie dezentrale Ansätze und Investitionen vor neuen Verkehrsachsen und teuren Prestigevorhaben.“

 

Eines ist sicher: Die FREIEN WÄHLER halten die Zügel stramm. Im beantragten Verkehrskongress wollen die Parteifreien herausarbeiten, wie das Verkehrskonzept des Landkreises im Kontext des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums der Region aussehen kann.

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