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Aiwanger und Hold begeistern in Bobingen

29.01.2017

Als frisch gebackener Fraktionschef der Freien Wähler im Augsburger Kreistag hatte Fabian Mehring allen Grund zu guter Laune, als er am vergangenen Sonntagabend die Bühne in der bis zum letzten Platz besetzten Bobinger Singoldhalle betrat, um die Gäste seiner Fraktion und des schwäbischen FW-Bezirksverbandes zum Neujahresempfang willkommen zu heißen. Gut 500 Menschen aus ganz Schwaben waren an die Singold geströmt, um den FW-Bundesvorsitzenden Hubert Aiwanger und den prominenten Juristen Alexander Hold zu erleben, der sich für die Parteifreien um das Amt des Bundespräsidenten bewirbt. Neben zahllosen Vertretern des öffentlichen Lebens in der Region, bekannten Größen der heimischen Wirtschaft wie der Unternehmer-Ikone Max Aicher und vielen Vereinsvorsitzenden waren auch Politiker aller demokratischen Parteien neugierig geworden und der Einladung der FW gefolgt.

 

Als erster Vertreter der Stadt Bobingen ließ es sich auch Bürgermeister Bernd Müller (SPD) nicht nehmen, die Teilnehmer des feierlichen Empfangs willkommen zu heißen und betonte in seinem Grußwort die Bedeutung der überparteilichen Zusammenarbeit aller Demokraten, um Vertrauen in die Politik zurückzugewinnen. FW-Bezirksvorsitzender Dr. Markus Brem wies eingangs auf die Herausforderungen hin, die es „in einer Zeit des gesellschaftlichen und internationalen Wandels“ politisch zu gestalten gilt.

 

 

Ein erster Höhepunkt der Veranstaltung brach an als Gastgeber Fabian Mehring, der im Stile eines Conferenciers professionell durch den Abend führte, den FW-Bundes- und Landesvorsitzenden Hubert Aiwanger auf die Bühne bat. Dieser nutzte seine dreiviertelstündige Rede für ein politisches Feuerwerk, bei dem der niederbayerische Fraktionschef im Bayerischen Landtag kaum ein landespolitisches Thema ausließ. Immer wieder wurde Aiwanger dabei vom Applaus seiner Zuhörer unterbrochen, wenn er etwa forderte, parteipolitisches Gehabe durch gesunden Menschenverstand zu ersetzen. „Im Gegensatz zu anderen geht es uns nicht darum Felle zu verteilen. Aber die Jagd auf den CSU-Bären ist trotzdem eröffnet“, rief Aiwanger dem Publikum zu und positionierte die FW als bürgerlich-liberale Alternative zur absoluten Mehrheit der CSU. Aus den Händen von FW-Fraktionschef Fabian Mehring erhielt Aiwanger nach seiner Rede einen Krug mit dem Wappen des Augsburger Landes, „damit du uns Schwaben nie vergisst, wie Ministerpräsident Seehofer das erst bei seiner Begrüßung in München passiert ist“, so Mehring augenzwinkernd unter Verweis auf die Posse vom Neujahrsempfang der Staatsregierung.

 

Der vollen Halle zum Trotz, konnte man anschließend eine Stecknadel fallen hören, als der Kemptener Richter und Staatsanwalt Alexander Hold seine Festrede hielt, der mit seiner eigenen Fernsehsendungen bundesweite Bekanntheit erlangt hat und für die Freien Wähler im Stadtrat von Kempten und dem schwäbischen Bezirkstag sitzt. Staatsmännisch im Ton aber unmissverständlich in der Sache benannte Hold die asylpolitische Fehlleistung der Bundesregierung. „Wer Hilfe braucht dem wird bei uns geholfen. Wer sich aber nicht an unsere Regeln hält muss wieder gehen“, so Hold. Dabei schonte der ehemalige Asylrichter auch die Bundesregierung nicht: „Wenn der Mittelstand in einem Land vor lauter Bürokratie und Kontrollen kaum noch zum Arbeiten kommt, während Gefährder wie Anis Amri nach Lust und Laune unbehelligt die Grenzen wechseln, dann läuft etwas schief“, so Hold. Seine Kandidatur erklärte Hold, dem Umfragen im Falle einer Direktwahl des Bundespräsidenten gute Chancen bescheinigen würden, damit, dass „es nicht angehen kann, dass drei Parteivorsitzende in einem Berliner Hinterzimmer entscheiden wer unser Präsident wird“. Als „einziger bürgerlich-liberaler Kandidat“ wolle er den Mitgliedern der Bundesversammlung, in der die Region vom FW-Landtagsabgeordneten Johann Häusler vertreten wird, daher eine Alternative anbieten. Weil eine Direktwahl des Staatsoberhauptes, für die sich die Freien Wähler seit Jahren einsetzen, aber noch Zukunftsmusik ist, hat Hold unter den wahlberechtigten Politikern der etablierten Parteien kaum Chancen auf eine Mehrheit. „Deshalb gar nicht anzutreten ist aber keine Option. Sonst bräuchte niemand gegen den FC-Bayern Fußball spielen oder in Bayern gegen die CSU kandidieren. Unsere Demokratie lebt von Alternativen“, so Hold, dessen eindrucksvolle Rede die Menschen in der Singoldhalle mit stehendem Applaus feierten.

 

Einen „fulminanten Einstand in sein neues Amt“, attestierte der vom Zuspruch der Veranstaltung sichtlich beeindruckte FW-Bezirkschef Dr. Markus Brem anschließend seinem Nachfolger Fabian Mehring, der sich am Buffet seines Kreistagskollegen und Gastronomen Rainer Naumann über „gewaltigen Rückenwind für die FW in der Region“ freut. „Diesen spürbaren Aufwärtstrend an der Spitze mitgestalten zu können macht großen Spaß“, so der erst 27-jährige Meitinger, der zu den jüngsten Inhabern eines vergleichbaren Amtes in Bayern gehört.

 

 

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